Modell der fördernden Prozesspflege

Das Modell ist ein primär personenbezogenes, fähigkeits- und förderorientiertes System. Es ist weniger an Defiziten orientiert, sondern viel mehr an Fähigkeiten (Krohwinkels Forschungsergebnisse besagen, dass Diskrepanz zwischen fähigkeitsfördernder und defizitorientierter-versorgender Pflege besteht).

Ziel:  Der Mensch kann Bedürfnisse entwickeln und mit seinen Fähigkeiten umgehen, auch im Bezug auf die Bedürfnisbefriedigung. Ist der Mensch nicht mehr dazu in der Lage, übernimmt die Pflegekraft Verantwortung, tut die Dinge stellvertretend für den Pflegebedürftigen, die er getan hätte, wenn er Wissen, Kraft und Fähigkeiten dazu hätte. Es werden die Lebensaktivitäten realisiert und dabei existenzielle Erfahrungen einbezogen.
Wichtig in diesem Prozess:
Gründliche Beobachtung -- empathisches Zuhören -- Sicherung und Gestaltung prozessfördernder Pflege durch alle Beteiligten.

In der Pflegepraxis stellen sich Kommunikationsprozesse mit ihren Sach- und Beziehungsinhalten immer dann weitaus komplexer dar, wenn diese mit Pflegehandlungen verbunden werden müssen (Körperpflege). Da Pflege immer ein interaktiver Prozess ist, soll hier aufgezeigt werden, wie sich das Verhalten der Pflegenden auf ihre Patienten/Bewohner in positiver oder negativer Weise auswirken kann.

Soziale Betreuung

Der Schwerpunkt unserer Leistung liegt auf einer individuellen und ganzheitlichen sozialen Betreuung.

Unterschiedliche Einzel- und Gruppenangebote bieten Anregungen und Möglichkeiten zum Kontakt und zur sinnvollen Beschäftigung. Die Angebote orientieren sich insbesondere an den vorhandenen körperlichen und geistigen Ressourcen der Gäste und werden ebenfalls abgesprochen und vereinbart.

Zu den Angeboten gehören unter Anderem:
•    Spaziergänge und Gruppengymnastik
•    Sing- und Lesekreis
•    Werk- und Kreativangebote
•    Essenszubereitungs- und Backangebote
•    Erinnerungsgruppen
•    Jahreszeitliche Feste und Feiern.

AEDL-Modell

Es werden 13 Bereiche genannt, die in Wechselwirkung stehen, aber keiner Hierarchie unterliegen.Zur ganzheitlichen Betrachtung wird Auswirkung von AEDL untereinander berücksichtigt.

Zu den AEDL gehören:
•    Kommunizieren können
•    Sich bewegen können
•    Vitale Funktionen des Lebens aufrecht erhalten können
•    Sich pflegen können
•    Essen und Trinken können
•    Ausscheiden können
•    Sich kleiden Können
•    Ruhen, schlafen und sich entspannen können
•    Sich beschäftigen lernen und sich entspannen können
•    Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten können
•    Für eine sichere und fördernde Umgebung sorgen können
•    Soziale Bereiche des Lebens sichern und Beziehungen gestalten können
•    Mit den existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen können